Montag, 1. Februar 2010

Kommerziell: Atlantis V

The Secrets of Atlantis - Das heilige Vermächtnis

"Das heilige Vermächtnis" ist bereits der fünfte Part der epischen von Cryo begründeten Adventure-Reihe. Dieses Mal ist es die Produktionsfirma Atlantis Interactive Entertainment, die sich dem Stoff annimmt und man merkt vor allem zeitlich die starken Abstände vom ursprünglichen ersten Teil. Inzwischen haben wir die Neuzeit erreicht und das fünfte Abenteuer wurde in die 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts verlegt.


Während seiner Reise mit der Hindenburg wird der Ingenieur Howard Brooks niedergeschlagen. Später erfährt er von einem Herrn Foster in New York von den drei Medaillons, die den Weg nach Atlantis weisen sollen. Brooks verstorbener Vater war im Besitz eines dieser Medallions. Somit beginnt unser Held zu verstehen, was sich seine Entführer von ihm erhofft hatten und begibt sich auf eine lange Suche, die ihn dem Mythos "Atlantis" immer näher bringen wird. Bei "Atlantis V" handelt es sich um ein Abenteuer in Indiana Jones-Manier - wir dürfen das Luftschiff Hindenburg erforschen und ferne Orte wie Macao und den Berg Nisir bereisen. Die großartige Atmosphäre zeigt sich erstmals richtig gut, wenn wir uns im Empire State Building befinden und aus dem Fenster ein Unwetter beobachten können, untermalt wird das Spektakel durch eine hervorragende Geräuschkulisse. Was Sound und Musik betrifft wird insgesamt einiges geboten, von der Grafik kaum zu schweigen. Auch das Rätseldesign ist nicht zu verachten, wird allerdings an manchen Stellen durch nervige Einfälle wie Sudokus oder Pokerspiele getrübt (ich habe für das Pokerspiel sehr lange gebraucht - wahrscheinlich liegt es daran, dass ich mit dieser Spielart nichts am Hut habe?).


Negativ aufgefallen ist mir vor allem, dass die Personen genau wie die zwischenmenschlichen Unterhaltungen viel zu sehr an der Oberfläche bleiben. Etwas mehr Tiefgründigkeit hätte dem Adventure meiner Meinung nach gut getan. Auf der anderen Seite sind die Charaktere sehr schön dem Image der 30er Jahre angepasst, wenn sie auch gleichzeitig stark klischeehaft wirken. Atlantis V ist schon anders als die Cryo-Vorgänger, wobei anders nicht immer unbedingt "schlechter" bedeuten muss. Insgesamt kommt das Adventure kürzer und definitiv leichter daher (womit ich persönlich jetzt keine großen Probleme habe), es bietet eine tolle Atmosphäre und ein spannendes Abenteuer, endet allerdings etwas abrupt. Umso neugieriger bin ich jetzt auf einen Nachfolger - mal sehen, ob Atlantis Interactive Entertainment noch mehr drauf hat!

Produzent: Atlantis Interactive Entertainment, Vertrieb: Nobilis
Jahr: 2006

Website

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen