Sonntag, 14. Februar 2010

Kommerziell: Die Seacliff-Tragödie

Geisterjäger Delaware St. John 3: Die Seacliff-Tragödie

Ohne große einleitenden Worte beginne ich wie versprochen mit meinem Kurzbericht über den dritten Teil der Geisterjäger-Reihe.

Dieses Mal führt es unseren Helden in den längst geschlossenen Seacliff-Vergnügungspark. Er möchte aufklären, was damals geschehen ist, als mehr als einhundert Menschen zu Tode kamen. Dieses Mal ist es Delaware allerdings nicht gelungen, seine Assistentin Kelly zurückzulassen - sie hat sich gekonnt in seinem Truck versteckt und unterstützt ihn nun ungefragt bei seinem Vorhaben. Die erste Spur führt zum Haus der Familie Krandall am Rande des Parks, deren persönliche Tragödie im Vordergrund der Haupthandlung steht.


Besonders auffällig sind die technischen Neuerungen, das Adventure ist eher in 3D gehalten als seine Vorgänger. Ziemlich häufig wird der Spielfluss durch kürzere oder längere Zwischensequenzen bereichert, in denen wir beispielsweise Kelly und Delaware sehen, wie sie miteinander interagieren (die Filmsequenzen finden also nicht in der Ego-Perspektive statt). Das ist hübsch gemacht, allerdings hatte ich den Nachteil, dass "Die Seacliff-Tragödie" bei mir teilweise recht langsam lief und die Personen gelegentlich stotterten (nur in den Zwischenfilmen). Auf das erzählte Intro mit den Standbildern im Original-Delaware-Stil wurde jedoch nicht verzichtet, was ich sehr erfreulich finde. Atmosphärisch und grafisch wurde der Charme der vergangenen Episoden beibehalten.


Der Freizeitpark ist voll von lichtscheuen Schattenmenschen, gruseligen Clowns und tatsächlich treibt dort auch wieder ein Jäger sein Unwesen. Langeweile kommt definitv keine auf. Big Time Games präsentiert uns eine spannende Geschichte, interessante Nebencharaktere und eine Menge unterschiedlicher Orte, die es zu besuchen gilt. Das wirkt sich natürlich positiv auf die Spiellänge aus, die kaum mehr mit dem ersten Teil vergleichbar ist - inzwischen kann man schon eine ganze Weile mit den beiden sympathischen Charakteren auf Geisterjagd zubringen. Spielerisch wird es insofern abwechslungsreich, dass wir neben Delaware abwechselnd in die Rolle von Kelly schlüpfen. Der Dritte im Bunde ist Simon, der dieses Mal brav im Geisterjägerbüro auf Funksprüche via VIC wartet und für uns Dinge analysiert. Dem Gameplay gebe ich allerdings einige Minuspunkte, zu denen ein nerviges Labyrinth innerhalb der Kanalisation beiträgt, sowie gelegentliches Pixelhunting. Insgesamt sind die Rätsel erneut schwieriger geworden, doch gerade aus diesem Grund hätte ich gerne mehr Unterstützung von Simon bekommen. Im dritten Teil erhält man kaum noch vernünftige Tipps über das VIC. Von seinen Schwächen abgesehen ist "Die Seacliff-Tragödie" eine weitere gelungene Fortsetzung, die mit einem guten Cliffhanger endet. Und gerade deswegen hoffen wir, dass die Produktion von "Asylem of the Lost" nicht einschläft.

Zusatzinformation: Der Prolog zu "Asylem of the Lost" kann auf der Delaware-Website bereits nachgelesen werden.

Produktion: Big Time Games, Vertrieb: Lighthouse Interactive
Jahr: 2007

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