Donnerstag, 11. Februar 2010

Kommerziell: Die Stadt der Toten

Geisterjäger Delaware St. John 2: Die Stadt der Toten

Inzwischen bin ich dazu gekommen den zweiten Teil der Horror-Reihe um den Geisterjäger Delaware zu spielen und werde hier darüber berichten.

Delaware erfährt durch einen Zufall von einer geheimnisvollen Stadt, die auf keiner Karte verzeichnet ist. Mutig begibt er sich dorthin und stellt fest, dass sie komplett verlassen ist. Leben kann er keines mehr ausmachen, dafür trifft er - dank seinem speziellen Gespür für das Übernatürliche - auf eine Menge Geister. Diese Geschichte ist wieder in zwei Teile mit unterschiedlichen Handlungssträngen unterteilt, die sich jedoch beide in der Stadt der Toten abspielen. Zuerst führt es Delaware in ein altes Kino, in dem wir versuchen herauszufinden, was mit einem jungen Pärchen geschehen ist. Anschließend erforschen wir ein Waisenhaus, das unter der Aufsicht einer wahnsinnigen Nonne stand. Es geht darum herauszufinden, was die besagte Oberschwester mit den Kindern angestellt hat und warum unserem Geisterjäger dieses Szenario nicht ganz unbekannt vorkommt. Dabei kommt es unter anderem zum wiederholten Mal zu einer Begegnung mit dem "Jäger" aus der vorherigen Episode.


Die "Delaware St. John"-Reihe hat ihren ganz eigenen Stil, der in der Fortsetzung nochmal stark ausgeprägt wurde. Die Handlung ist interessanter und beschäftigt sich zudem mit offenen Fragen aus dem ersten Teil. Besonders im Waisenhaus-Kapitel erreicht der Grusel einen neuen Höhepunkt, denn es wird düster wie nie zuvor. Das trägt sich nicht zuletzt durch die dauerhaft gelungene Atmosphäre zu, denn "Die Stadt der Toten" bietet eine Geräuschkulisse der besonderen Art und man sieht auch mal urplötzlich einen Schatten im Gang stehen. Mit den Geistern, die allesamt eine Geschichte und Persönlichkeit aufweisen, kann man erstmals richtige Multiple Choice-Dialoge führen, wenn diese auch eher kurz gehalten sind. Und was die Grafik betrifft, die gefällt mir nach wie vor richtig gut und passt zur düsteren Umgebung, die uns von Big Time Games geboten wird. Das Rätseldesign ist ebenfalls anspruchsvoller geworden. Zwar ist die Reihe nach wie vor keine Herausforderung für große Adventure-Profis, aber eine dezente Steigerung des Schwierigkeitsgrades lässt sich definitiv feststellen. Am Interface hat sich nichts geändert, wir haben die Möglichkeit über das VIC Verbindung mit der Kollegin Kelly, sowie mit Simon, einem Freund von ihr, aufzunehmen. Außerdem können wir gelegentlich Fotos und Tonaufnahmen machen, die Kelly für uns analysiert. Durch die ständige Kontaktaufnahme entstehen amüsante Wortwechsel, die stets von Delawares Zynismus geprägt sind.


Machen wir es kurz: Die Reihe wird besser und den Autoren gelingt es das Niveau in jeder Beziehung zu steigern. Am Ende bleibt es spannend, durch eine Art Cliffhanger in Form eines Dialogs zwischen Delaware, Simon und Kelly. Und im Blog heißt es jetzt auch "Fortsetzung folgt", denn demnächst werde ich über "Die Seacliff-Tragödie" schreiben.

Produzent: Big Time Games, Vertrieb: Astragon
Jahr: 2005

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