Montag, 26. Juli 2010

Freeware: The Strange and Somewhat Sinister Tale of the House at Desert

The Strange and Somewhat Sinister Tale of the House at Desert

Jenes kostenlos vertriebene, englischsprachige Adventure ist nach "Museum of Broken Memories" der nächste Geniestreich von Jonas Kyratzes. Doch eigentlich ist es, darauf besteht der Autor, kein Spiel, sondern ein Portal in eine andere Welt.


Mitten in der Wüste liegt eine Brücke und dahinter befindet sich das Haus des alten Bill. Dieser ist jedoch verschwunden und hat etwas Wundersames zurückgelassen. In diesem Anwesen scheint so ziemlich alles zu leben. So treffen wir auf Harold, den sprechenden Bilderrahmen, auf Stripes, den Dinosaurier, auf Horaffe, die Schildkröte Zathras, die Katze Squiggels, das "Spiderpig" und viele mehr. Selbst die Pilze und die Blumen dienen uns als Dialogpartner. Diese Kreaturen hat der alte Bill selbst geschaffen und er hat ihnen ein Zuhause geboten. Für uns gilt es herauszufinden, was mit ihrem Schöpfer geschehen ist. Dazu erkunden wir das Gebäude, unterhalten uns mit den Tieren und Pflanzen und entdecken uns absurd erscheinende Maschinen. Es ist ein vollkommen abgedrehtes, aber ebenso intelligentes Abenteuer mit einem großartigen Humor, der sich in den etlichen Gesprächen, sowie in den zahlreichen Kommentaren zu den in den Räumen vorhandenen Hotspots zeigt. Die Szenenbilder sind handgezeichnet und kindlich, sie haben eine naive Wirkung auf den Spieler, was immerhin zu den vielen Tierarten und der zauberhaften Umgebung passt.


An TSaSSTotHaDB (man möge mir diese grausame Abkürzung verzeihen!) ist alles etwas außergewöhnlich, selbst das "Format" bzw. das Spielfenster, das eher in die Länge gezogen scheint (siehe Screenshots!). Die Steuerung und Handhabung ist keineswegs schwierig. Es gibt ein Inventar, allerdings müssen nie irgendwelche Items ausgewählt werden, denn die Rätsel beschränken sich auf das Bedienen von Gerätschaften und das Mischen von Zaubertränken, sowie auf die Dialoge - ach ja, und wir werden öfters nach Passwörtern gefragt, die mit der Tastatur einzugeben sind. Das mag jetzt simpel klingen, aber ganz so einfach ist es nicht - man wird schon ausreichend dazu bewegt seine grauen Zellen anzustrengen. Befindet man sich im Inventarfenster kann man z.B. mit Klick auf den Button "Eat/ drink" beliebige Mixturen ausprobieren. Und bei jedem Spielstand, den wir speichern, bekommen wir ein Zitat einer berühmten Persönlichkeit vorgesetzt.


Neben einer wundervollen und ungewöhnlichen Handlung hat TSaSSTotHaDB (sorry!) wie alle anderen Werke von Kyratzes einen philosophischen Hintergrund. Wer Jonas Kyratzes mag wird mit diesem... Portal auf seine Kosten kommen.

Website (Download hier!)

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