Samstag, 14. August 2010

Freeware: Last Rose in a Desert Garden

Last Rose in a Desert Garden

Nachdem wir zuletzt einen ausführlicheren Blick auf das Werk von Jonas Kyratzes geworfen haben, möchte ich diesen noch abrunden, indem ich auf den Klassiker schlechthin zu sprechen komme: "Last Rose in a Desert Garden - a Poem of Sadness". Wie dem Titel zu entnehmen ist, handelt es sich dabei um ein Gedicht in Gestalt eines Grafikadventures.


Es ist eine postapokalyptische Geschichte, d.h. wir spielen den Überlebenden eines Nuklearkrieges, der sich für den letzten Menschen auf Erden hält. Alles, was er auf seinen Wanderungen durch diese trostlose Welt zu finden versucht, ist ein bisschen Hoffnung. Das Intro ist, wie alles in "Last Rose in a Desert Garden", sehr statisch gehalten, was aber gut zur Präsentation passt. So sind anfangs idyllische und später eher düstere Standbilder zu sehen, die jeweils mit literarisch hochwertigen Texten untermalt sind. Das Gameplay hinter diesem Stück interaktiver Literatur hält sich etwas in Grenzen. Wir laufen durch eine verkommene und menschenleere Gegend sowie durch ein mehrstöckiges Militärgebäude. Dabei stecken wir einige Sachen ein und müssen kaum Hürden überwinden. Die einzigen Rätsel bestehen letztendlich im Herausfinden von Türcodes, die wir an entsprechenden Konsolen eingeben müssen. Insgesamt gibt es deutlich mehr Textzeilen als Handlungsmöglichkeiten, so unter anderem ein elektronisches Tagebuch, das wir uns durchlesen dürfen, um Antworten zu finden. Die deprimierende Grundstimmung von "Last Rose in a Desert Garden" wird durch ein trauriges Musikstück unterstützt, das den kompletten Spielverlauf begleitet und mehr als eingängig ist. Nach etwa einer halben Stunde ist man evtl. bereits am Ende angekommen - aber gut, Gedicht neigen ja zur Kürze.


Ob die Umsetzung von Gedicht als Adventure so optimal gelungen ist, wage ich anzuzweifeln. Vermutlich hätte man das Gameplay besser in die poetische Form integrieren können. Dennoch handelt es sich um ein Spiel, das man Kyratzes-Fans nur empfehlen kann. Zudem setzt es wohl den Grundstein all seiner späteren Projekte und hat unter Anhängern hintergründiger Geschichten so manches Interesse geweckt.

Website (Download hier!)

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