Montag, 14. Februar 2011

Kommerziell: Carol Reed 2 - Sommermord

Carol Reed 2 - Sommermord

"Carol Reed" geht in die nächste Runde. Der erste eigene Auftrag der Engländerin in Schweden verläuft nach den Grundprinzipien aus Folge 1 und erweitert das ausführlich dargestellte Gebiet von Norköpping.

Inzwischen hat Carol Reed die Tätigkeit des verstorbenen Privatdetektivs Conrad übernommen. Sie ist noch immer in der Wohnung ihrer Freundin Lovisa untergebracht, die wir nach wie vor nicht zu Gesicht bekommen, da diese weiterhin ihren Urlaub genießt. Die Fälle wachsen leider nicht auf Bäumen. Glücklicherweise gibt es rechtzeitig zum zweiten Teil der Independent-Reihe doch wieder etwas zu tun. So berichtet uns die Schwester von Reeds Vorgänger vom plötzlichen Verschwinden ihrer Arbeitskollegin Anna. Der Spur wird natürlich sofort nachgegangen und sie führt uns zum Zuhause der Vermissten, wo wir erste Informationen zu deren Geliebten erhalten, der in dieser Mission eine wichtige Rolle einnehmen wird.

Viel hat sich nicht geändert seit dem Debüt der Detektivin. Unsere Umgebung besteht nach wie vor aus aquarellierten Fotografien, die mir persönlich sehr gut gefallen (mir ist bewusst, dass etliche Adventurespieler diese Leidenschaft nicht teilen!). Allerdings gibt es sämtliche bislang unbekannte Plätze, die auf der Stadtkarte von Norköpping angewählt werden können. Außer Besuchen auf dem Schrottplatz oder dem Tierfriedhof bietet uns das Schloss von Lofstad eine kulturelle Atmosphäre. Dort werden wir ordentlich mit historischen Fakten abgedeckt und müssen diese bei einem Gewinnspiel am Touchscreen im Schlosshof anwenden um in den Besitz von Eintrittskarten zu gelangen. Neben Katarina, Conrads Schwester, dient auch die Frau im Kiosk als ständiger Ansprechpartner und Hinweisgeberin. Besagte Charaktere wurden als Fotomodelle integriert und zeigen meist eine Handvoll Posen in einer statischen Bildabfolge. Musikalisch wird nichts besonders Neues gewagt, schließlich haben sich die alten Klänge bewährt. Der Schwierigkeitsgrad im Rätseldesign hat zumindest zugenommen und es kommen vermehrt technische Knobeleien hinzu, wie z.B. ein Schiebe- oder diverse Tastenrätsel. Damit diese nicht den Spielfluss hemmen, wurde hierbei die Möglichkeit des Überspringens eingebaut. Wer jedoch grundsätzlich auf diese Mogelfunktion verzichtet, wird am Ende gelobt und mit 5 Sternen ausgezeichnet. Das Interface wurde leicht erneuert, so steht neben dem Inventar nun eine Lupe bereit, mit der wir jedes einzelne Item heranzoomen und in einem separaten Bildschirm begutachten können. Man sieht also, dass die Autoren bestrebt waren Verbesserungen umzusetzen.

Die Story bleibt auch hier eher ruhig und bodenständig. Etwas mehr Komplexität wäre bei einem Krimi durchaus wünschenswert, dennoch hat es Spaß gemacht und man fühlt sich stets heimischer in dem schwedischen Örtchen Norköpping. Man kann gespannt sein, was in den folgenden Episoden geschehen wird.

Produzent: MDNA Games
Jahr: 2005/ 2009 (Übersetzung)

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