Samstag, 5. Februar 2011

Werbespiel: Das Milchland in Gefahr

Das Milchland in Gefahr

Ein Werbespiel in sieben Episoden liefert uns die Schweizer Stiftung Pausenmilch. Diese einst monatlich erschienene Reihe ist mittlerweile abgeschlossen und so kann man sich praktisch mehrere Mini-Dateien für Windows nachfolgend herunterladen und wird möglicherweise erkennen, dass die Downloadzeit von der eigentlichen Spiellänge oft nicht allzu sehr abweicht.

Als Michi in der Nacht aufwacht, bemerkt er bald, dass seine Schwester Anna verschwunden ist. Doch als wäre das nicht genug, taucht schließlich noch der Milchgeist auf, der uns berichtet, dass die böse Hexe Zuckersüß alle gesunden Bestandteile gestohlen hat, die in der Milch vorhanden sind. Kurz gesagt: Das Milchland ist in Gefahr und wir müssen uns in der Rolle von Michi der Hilfe des Milchgeists ermächtigen um zunächst die Milchstraße zu passieren. Wer festgestellt hat, dass in dem vorangegangenen Satz häufig das Wort "Milch" vorkam, der hat begriffen, worum es in dem Adventure geht. ;-) Die Story ist auf eine junge Spielerschaft zugeschnitten und erfüllt diesen Zweck zufriedenstellend. Allerdings bleiben die Rätsel von diesem Konzept nicht unberührt. Diese sind im ersten Kapitel noch vergleichsweise anspruchsvoll, wobei wir hier im Prinzip nur nach bestimmten Items suchen müssen, die wir für die Reise benötigen. Später muss man eine Milchmaschine in Gang setzen oder einen Hund dazu motivieren mit uns in die Stadt zu laufen. Kinder lassen sich damit evtl. gut beschäftigen, Erwachsene werden eher unterfordert sein. Ein großes Problem ist die Sprachausgabe, welche in echtem Switzerdeutsch aufgenommen wurde und für normalsterbliche Nichtschweizer nicht zuletzt dank fehlender Untertitel nur schwer zu verstehen ist. Das ist einerseits ganz amüsant und hat durchaus seinen Charme, aber andererseits behindert es das Gameplay. Mit der Zeit konnte ich den Dialogen besser folgen, doch es blieb mühsam. Die Hintergrundgrafik ist hübsch und kindgerecht, teils gerendert und teils gezeichnet. Besonders gelungen fand ich die Filmsequenzen. Negativ aufgefallen ist mir die Tatsache, dass die Episoden nicht nur kürzer wurden, sondern mich auch immer etwas mehr enttäuschten. Die zweite Hälfte wirkte so, als hätten die Hersteller beabsichtigt die Serie so schnell wie möglich zu beenden. Außerdem wurde das Interface ab Kapitel 4 leicht abgeändert. Ob das unbedingt notwendig war, wage ich zu bezweifeln.

"Das Milchland in Gefahr" ist für zwei Zielgruppen zu empfehlen: Für Erwachsene, die ein Faible für Werbeadventures haben, sowie für Kinder, die spielerisch über den Wert von Milch informiert werden möchten. Man hätte mehr daraus machen können, aber immerhin ist es ein nettes kleines Vergnügen für zwischendurch.

Produzent: Mayer Films
Jahr: Unbekannt

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