Donnerstag, 22. September 2011

Freeware: Mission: Caduceus

Mission: Caduceus

Was ich hier aus den Weiten des Internets ausgegraben habe, ist vor allem eine schöne Erinnerung an die Zeit, als das Freeware- oder Fanadventure noch in den Kinderschuhen steckte. Entwickler Ambrosine veröffentlichte neben diversen Actiongames und 3rd person-Adventures drei Adventures aus der Egoperspektive. Eines davon ist "Mission: Caduceus".

So kurz, wie das Spiel ist, lässt sich wohl auch darüber berichten. Wir schlüpfen in die Rolle eines Lieferanten, der ein Krankenhaus auf Caduceus mit Medikamenten versorgen soll. Leider macht uns ein unerwünschter Asteroid einen Strich durch die Rechnung und so stürzen wir auf einem unbekannten Planeten ab. Es gilt nun unser Schiff zu reparieren und dazu in erster Linie sechs Energiekristalle aufzutreiben. Die wenig beachtenswerte Story wird zwar nicht weiterentwickelt und ist nur auf ein minimales Spielvergnügen ausgerichtet, doch immerhin bietet unser kleines Fundstück eine interessante Welt mit einigen hübsch animiertes Tierarten und verschiedenartigen Gegenden, die jeweils über eine Teleportationsmaschine erreicht werden können. Die Grafik ist sehr schlicht, aber ausreichend um ein Universum von außerirdischer Vielfalt zu repräsentieren. Hinzu kommen etliche Tode, die vielleicht manchmal etwas unerwartet und nicht ganz fair erfolgen. Häufiges Abspeichern dürfte man sich bei diesen gefährlichen Begebenheiten schnell angewöhnen. Wichtig ist inbesondere, dass man in absehbarer Zeit eine Vorrichtung findet, an der man regelmäßig den Raumanzug mit Luft füllen kann, da auch diese Aktion lebensnotwendig ist. Die zahlreichen Sterbemöglichkeiten sind natürlich eine Schwierigkeit für sich, während die eigentlichen Rätsel einfacher gestaltet sind. Dennoch sind sie insgesamt logisch und können den Spieler zumindest für geschätzte 30 Minuten beschäftigen. Gelegentlich kann man allerdings in - wohlbemerkt als solche textlich gekennzeichnete - Sackgassen geraten, indem man zum Beispiel den Roboterhund mit dem Phaser vernichtet, weil dieser nicht nach alter Star Trek-Manier auf Betäubung eingestellt war.

Selbstverständlich hätte eine stärker ausgeprägte Geschichte und ein verlängertes Gameplay nicht geschadet, denn gerade in "Mission: Caduceus" steckt viel mehr Potential, als der Autor bereit war es umzusetzen.Was bleibt ist immerhin ein unterhaltsames, kleines Adventure für eine einsame halbe Stunde.

Anmerkung: Es empfiehlt sich Microsoft Virtual PC mit Win 95/ 98 zu verwenden.

Produzent: Ambrosine
Jahr: 1999

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