Montag, 23. Januar 2012

Freeware: Enter the Realm

Enter the Realm

"Rainbow Entertainment" ist bereits seit einiger Zeit im Fanadventure-Bereich aktiv und hat mit dem Adventure Maker schon diverse Escape the Room-Spiele entworfen. Über eine größere Menge von Räumen und einen gesunden Humorgehalt verfügt das jüngste Machwerk.

Man muss es nicht lange gespielt haben um zu erkennen, dass es sich bei dem Adventure um eine Hommage auf die Heavy Metal-Band Iced Earth handelt. Auf eine spannende Story sollte man nicht spekulieren, so dreht sich alles um die erwähnten Lieblingsinterpreten unseres Alter Ego und ein vermisstes Konzertticket. Um auf die Spur dieses wertvollen Papierfetzens zu gelangen, bedarf es allerdings der Notwendig für hartnäckige Nebencharaktere regelmäßige Botengänge zu unternehmen. Auf das eigene Gedächtnis kann man dabei nicht vertrauen, doch die Wahrsagerin schafft gerne Abhilfe. Demnach läuft alles sehr linear ab und wir können bestimmte Items an einem zuvor schon besuchten Ort erst dann erspähen, wenn wir den obligatorischen Hinweis dazu erhalten haben. Somit kann man sich auf ein schrittweises Rätseldesign, sowie ein übersichtliches Inventar einstellen. Die Grafiken bestehen aus simplen Fotos, die ihren Zweck erfüllen. Einige "Schauspieler" wurden statisch ins Bild gesetzt, verändern aber manchmal der Perspektive oder Situation entsprechend ihre Haltung. Die Musikstücke wurden nach der Vorlage der Songs von Iced Earth kreiert und passen daher gut zum Heavy Metal-Thema. Den eigentlichen Reiz an "Enter the Realm" macht jedoch der Humor aus, der sich im Geschehen, in den zahlreichen Dialogen und sogar in den Rätseln, wiederfindet. Auf keinen Fall sollte man ein ernstzunehmendes Abenteuer mit einer hintergründigen Geschichte erwarten. Am Ende werden großzügigerweise eine Handvoll Making Of-Videos freigeschaltet, die einen Einblick in den Entwicklungsprozess von "Enter the Realm" bieten.

"Enter the Realm" lebt von witzigen Konversationen, ziemlich sonderbaren Charakteren und einem halbwegs soliden Schwierigkeitsgrad. Damit wird es sicher nicht zu einem Kulthit unter den Fanadventures, aber einige Stunden Spaß kann es dennoch bereiten.

Produzent: Rainbow Entertainment
Jahr: 2011

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