Sonntag, 7. April 2013

Freeware: Dead Cyborg - Episode 2

Dead Cyborg - Episode 2

"Pay if you want" hat sich für Endre Barath bewährt: Dead Cyborg - Teil 1 hat nun seine verdiente Fortsetzung erhalten. Je nach Lust und Laune darf weiterhin gespendet werden, was irgendwann mit einer dritten Runde des Science Fiction-Abenteuers belohnt werden könnte.

Erneut werden wir in eine Zeit geschleudert, in der ein von Maschinen ausgetragener Krieg alles vernichtet hat, was uns jemals lebenswert erschien. Zudem gibt es kaum Spuren von verbliebenden Menschen. Unser Weg ist gepflastert von Waffen, Schrott und Roboterleichen. Philosophische und gesellschaftskritische Kommentare führen uns in die erschütternde Geschichte ein. Wie damals beschrieben durchstreifen wir im Egoshooter-Style eine sorgfältig erschaffene 3D-Landschaft, wobei wir uns mit der Maus in sämtliche Richtungen drehen und mit den Standard-Tasten WASD vorwärtsbewegen können. Mit einem Rechtsklick schaltet man zwischen dem üblichen Aktionscursor und den gesammelten Items umher. Da das Inventar, falls man es so nennen mag, stets nur die wenigen Gegenstände aus dem jeweiligen Level umfasst, kann man hierbei von einer schlichten und benutzerfreundlichen Handhabung reden. Noch immer ersetzt die Passwortabfrage eine Speicherfunktion. "Dead Cyborg 2" präsentiert uns in vier Stationen unterschiedliche Settings, wobei wir uns in dieser Episode vermehrt an der frischen Luft aufhalten. Na gut, das ist Unsinn, denn die postapokalyptische Atmosphäre scheint komplett verseucht und radioaktiv verstrahlt zu sein. Schließlich stoßen wir inmitten von Ölfässern und riesigen Kampfrobotern nicht selten auf derartige Substanzen und müssen uns wohl oder übel von Stoffen ernähren, deren Gehalt beim besten Willen nicht unbedenklich sein kann. Doch damit die schweren Ausgangsluken kein unüberwindbares Hindernis bedeuten, muss unser Alter Ego stark bleiben und zu diesem Zweck solche Dinge verspeisen. Etwas ekelhaft wird es an einer Stelle, an der sich der bemitleidenswerte Hauptcharakter davon übergibt. Was wir später noch aus unserer eigenen Kotze entstehen lassen dürfen, möchte ich nicht vorwegnehmen. Jedenfalls erweisen sich diese kleinen Widerlichkeiten als eine interessante Ergänzung zu einem Rätseldesign, das insgesamt eher technisch abläuft. Wir drücken Knöpfe um Barrieren zu beseitigen oder manipulieren störende Roboter. Diese sind übrigens fast die einzigen "Geschöpfe", auf die wir in dieser menschenleeren Welt treffen. Mein Gefühl und meine Erinnerungen sagen mir, dass ich mich mit diesem Part nicht so lange beschäftigen musste wie mit dem Vorgänger. Die Rätsel sind überwiegend einfach und basieren auf erfolgreichen Erkundungstouren, die mit offenen Augen geführt werden sollten. Das Ende ist abrupt, aber vielversprechend in Bezug auf die Fortsetzung.

Ob Episode 3 wirklich realisiert wird, steht in den Sternen - und natürlich im Geldbeutel der Barath-Fans. Dieser arbeitet inzwischen an seinem Parallelprojekt Frag Man Ted. Allerdings habe ich keine Ahnung, inwiefern es sich dabei um ein Adventure handeln wird.

Produzent: Endre Barath
Jahr: 2013

Website mit Download und Spendemöglichkeit

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen