Freitag, 26. April 2013

Kommerziell: Die Zeitmaschine 2 - Die Rückkehr

Die Zeitmaschine 2 - Die Rückkehr

Bei ihrer "Zeitmaschine"-Interpretation wollten es die Atari-Entwickler Antist nicht belassen. 1990 brachte man den Nachfolger heraus, den ich als Science Fiction-Fan ebenfalls mit großem Interesse beäugt habe.

Na gut, ganz freiwillig sind wir nicht im kühlen Nass gelandet, aber eine Reise durch die Zeit ist schwer zu kontrollieren. Und so wurden wir um 1912 ohne das dazu notwendige Instrument an die Meeresoberfläche gespült. Doch unsere Rettung naht: Der Kapitän eines gigantischen Luxusliners wird auf uns aufmerksam und schenkt uns sogar eine eigene Unterkunft. Der Mann konnte ja nicht ahnen, welches Unheil er sich damit an Bord geholt hat. Im Gegensatz zu den meisten Passagieren auf dem Schiff haben wir nicht zum letzten Mal das Festland erblickt. Die nächsten Stationen unseres Abenteuers sind Alaska, Montreal und New York. Unsere Aufgabe ist es in dieser Epoche zu überleben und einen Weg zurück ins Jahr 1989 zu finden. Der Roman von H.G. Wells darf nun zur Seite gelegt werden, denn die Handlung basiert höchstens noch in Motiven auf dessen Ideen. Insbesondere betrifft das natürlich die Funktionsweise sowie das Erscheinungsbild der Zeitmaschine. Die Rätsel sind insgesamt einfach, der Parser dagegen recht begriffsstutzig. Manchmal musste ich eine gefühlte Ewigkeit nach der für das Programm verständlichen Formulierung suchen.

"Die Zeitmaschine 2 - Die Rückkehr" entpuppt sich als interessantes kleines Adventure, das sich durch seine Unabhängigkeit von der Wells'chen Buchvorlage auszeichnet und uns in aller Kürze mit den historischen Umständen vertraut macht. Das eindrucksvolle Outro demonstriert uns schließlich eine gewisse Zerissenheit des Hauptcharakters, der einerseits keinen weiteren Schaden in der Geschichtsschreibung verursachen möchte, aber dennoch einer Sucht verfallen scheint. Und eben deshalb läuft letztlich alles auf eine Trilogie hinaus.

Produzent: Antist
Jahr: 1990

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